Aktuelles

16. April 2018

 

Wasserforschersaison der GNA startet in Rodenbach

 

Gewässer üben auf Menschen eine große Anziehungskraft aus. Das Leben in und an einem Gewässer ist so vielfältig, dass immer wieder neue Entdeckungen gemacht werden.

 

Unter fachkundiger Anleitung der Diplom-Biologin Susanne Hufmann erweitern die Teilnehmer/innen ihr biologisches Grundwissen und erhalten viele praktische Tipps zur Gewässererkundung. Das Programm beinhaltet eine ausführliche Vorstellung der Gewässertiere. Ausreichend Zeit ist der Lebendbeobachtung am Binokular gewidmet, das faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt ermöglicht.

 

Die Teilnahme qualifiziert dazu, umwelt-pädagogische Erkundungen von Bach oder Teich mit Kindergruppen selbstständig zu gestalten. Das Seminar beginnt um 9:30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Rodenbach (Buchbergstraße 6) und endet mit einer Abschlussexkursion an den Beinholzsee gegen 15:30 Uhr. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Die Kosten betragen 60 € pro Person.

 

Eine Veranstaltung für die ganze Familie

Am Samstag, den 28. April findet ab 10:30 Uhr der inzwischen traditionelle Rodenbacher Wasserforschertag für die ganze Familie statt. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr der Parkplatz an der Bulauhalle. Nach einer kurzweiligen Einführung werden Wasserorgansimen gefangen, beobachtet und be-stimmt. Die Teilnahme kostet 3 € pro Person. Wetterangepasste Kleidung und Gummistiefel sind von Vorteil.

 

Was lebt in Bach und Teich?

Ab sofort ist das Team der GNA auch wieder „Mit der Wasserforscherkiste auf Tour“. Ziele der Umweltpädagogen sind Kindergärten, Tagesstätten und Schulen. Gemeinsam gehen sie mit Kindern, ErzieherInnen und LehrerInnen der Frage nach: Was lebt in Bach und Teich? Tipps und Tricks helfen den kleinen und großen Forschern beim Fangen und Bestimmen der Wassertiere. Außerdem werden Tümpelaquarien gebaut oder die Strömungsverhältnisse eines Baches untersucht. Das GNA-Mobil ist mit allem ausgestattet, was man zur Erkundung eines Baches oder Teiches benötigt. Termine werden von April bis Oktober nach Vereinbarung vergeben. Die Kosten belaufen sich auf 120 € pro Veranstaltungstermin (mindestens 2 Stunden) zuzüglich 0,25 € pro km. Das Angebot ist auch für Kindergeburtstage geeignet. Anmeldung unter gna.aue@web.de oder per Telefon 06184 – 99 33 797. 

 

Spenden erwünscht

Die GNA bittet zur Unterstützung ihrer wichtigen Bildungsarbeit um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Als gemeinnützige Naturschutzorganisation
sind wir zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen zwecks Vorlage
beim Finanzamt berechtigt. Vielen Dank!

13. April 2018 | Neu im Programm

 

Kräuterspaziergang in der Bulau

 

Aufgrund der großen Nachfrage findet am Samstag, den 28. April ab 10:30 Uhr eine Kräuterwanderung in der Bulau von Hanau statt.

 

Unter fachkundiger Leitung der Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres erfahren die Teilnehmer/innen viel Wissenswertes über essbare Wildkräuter, die in unseren heimischen Auwäldern wachsen. Die Geschichte und die besondere Ökologie der Bulau stehen ebenfalls im Fokus der Veranstaltung. Die Exkursion mit kleiner Verkostung von Kräuterprodukten dauert etwa zwei Stunden und kostet pro Person 10 €. Für Kinder und Jugendliche ist die Teilnahme kostenlos.

 

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) bittet um eine frühzeitige Anmeldung unter gna.aue@web.de oder per Telefon 06184 – 99 33 797. Eine Bestätigung mit Wegbeschreibung gibt es bei der Anmeldung.

12. April 2018 | Natur, Umwelt oder Klima?

 

Einladung zum Fotowettbewerb

 

Der Fotowettbewerb NaturUmweltKlima wurde von der GNA ins Leben gerufen und wird gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis ausgerichtet. Schirmherrin ist die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

 

Das Besonderes daran: Dieser Fotowettbewerb richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Ziel ist es, junge Menschen anzuregen, die Natur und Artenvielfalt unserer Heimat kennen zu lernen. Denn nur, was man kennt, schätzt und schützt man auch. Technische Perfektion oder die beste Ausrüstung stehen bei diesem Wettbewerb einmal nicht im Vordergrund. Stattdessen sind Kreativität und der besondere Blick der heranwachsenden Generation auf ihre Umwelt, aber auch auf deren Probleme, gefragt.

 

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können alle Kinder und Jugendliche aus dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau. Der Wettbewerb umfasst insgesamt drei Alters-klassen, in denen jeweils die ersten drei Sieger prämiert werden: Zur ersten Altersklasse zählen Kinder bis zu 8 Jahren, zur zweiten Klasse Kinder bis zu 12 Jahren und in der dritten Altersklasse dürfen die Teilnehmer maximal 16 Jahre alt sein.

 

Was muss beachtet werden?

Jede Einsendung umfasst zwei Fotos mit jeweils einem Bildtitel und einem kurzen, originellen Begleittext. „Uns interessiert, warum die jungen Foto-grafen genau dieses Thema ausgewählt haben und wo das Foto aufgenom-men wurde. Die Erläuterungen sollen helfen, die Motive besser zu verstehen.“, erläutert die Vorsitzende der GNA, Susanne Hufmann.

 

Die Fotomotive sollen aus dem Main-Kinzig-Kreis oder der Stadt Hanau stammen und in der Zeit vom 1. März bis 15. September 2018 aufgenommen worden sein. Einsendeschluss ist der 17. September. Die Fotos sollen digital (JPG, Größe mindestens 5 MB) zur Verfügung stehen. Inhaltliche Veränderungen und Bildmontagen am PC sind nicht erwünscht.

 

Wie geht es weiter?

Die Gewinnerfotos von „NaturUmweltKlima“ werden vom 15. Oktober bis 26. Oktober 2018 im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen ausgestellt.

 

Unterstützt wird die Aktion von der Sparkasse Hanau, den Kreissparkassen Gelnhausen und Schlüchtern, der Raiffeisenbank Rodenbach und der Apotheke am Rathaus in Niederrodenbach.

 

Mehr Informationen

20.03.2018 | Praktikanten schreiben für die GNA

 

Ein Lebensraum für Grasfrösche

 

Im Februar 2016 legte die GNA in Zusammenarbeit mit der Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Orb drei Amphibientümpel an. Ziel war es, neue Laichplätze für Grasfrösche und Erdkröten zu schaffen, die Nahrungs-grundlage für Ringelnattern zu verbessern und die Vogel- und Insekten- welt zu fördern. Die Tümpel, mit einem großen Bagger gegraben, wurden zwischen 50 und 80 m² groß.

 

Auch dieses Projekt der GNA hat sich als voller Erfolg entpuppt. Nach einem Anruf eines interessierten Beobachters aus Bad Orb statteten am 12. März die GNA-Vorstandsmitglieder Susanne Hufmann und Günter Könitzer gemeinsam mit ihrem derzeitigen Praktikanten Niklas Schnitzer von der Freigerichter Kopernikusschule den drei Tümpeln einen Besuch ab.

 

Zahlreiche Grasfrösche und einige Erdkröten hatten sich zum Frühlings-beginn dort versammelt, um sich zu paaren. Alle drei Teiche, vor allem der Größte von ihnen, waren dicht bevölkert und von Laich bedeckt.

 

Das freute das GNA-Team und auch andere Neugierige, die davon hörten. Die beiden Amphibienarten waren vorher nicht weit verbreitet im Orbtal, da sie keinen Ort zum Fortpflanzen hatten. Somit stellte sich eine weitere Artenschutzmaßnahme im Main-Kinzig-Kreis bzw. Spessart als erfolgreich heraus.

 

Erst im Dezember 2017 wurden erneut, wieder in Kooperation mit der Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Orb, zwei weitere Tümpel für die Artenvielfalt des Orbtals angelegt. Wir werden sehen, ob die Idylle für die Amphibien und die anderen Wasserbewohner sich weiter erfolgreich entwickelt.

16.03.2018

 

Etzwiesenbach erfolgreich umgestaltet

 

Ziel der Renaturierung im Hasselrother Feuchtgebiet Herrenbruch war die Wiederherstellung eines Bachabschnittes, um auentypischen Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensräume anbieten zu können. Insbesondere sollen damit Arten, die in Hessen ihre Verbreitungsschwerpunkte haben und für deren Erhalt das Land Hessen eine besondere Verantwortung trägt, gefördert werden.

 

So ließ die GNA den Etzwiesenbach nicht nur entkrauten und entschlam-men, sondern auch die Ufer abflachen und einen naturnäheren Gewäs-serlauf herstellen. Da die Bodenverhältnisse im November 2017 nur bedingt geeignet waren, kam ein so genannter Langarmbagger der Tiefbaufirma Darmstädter zum Einsatz.

 

Nur so konnten „von Land aus“ die überhöhten Inseln im Bachlauf abgetragen werden. Mit 80 cm Kettenbreite (anstatt 60 cm) halten sich außerdem Schäden an der feuchten Grasnarbe in Grenzen. Trotz der wetterbedingten, widrigen Umstände schritten die Arbeiten zügig voran.

 

Im Laufe von nur vier Tagen entstanden ganz neue Nahrungsflächen für Limikolen. Um Flurschäden durch den Abtransport zu vermeiden, lagerte man das Erdmaterial in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises zunächst am Bachrand ab. „Das wir nun fast drei Monate warten mussten, um das Projekt zu beenden – damit war nicht zu rechnen“, berichtete die Vorsitzende der GNA, Susanne Hufmann.

 

Das Vorhaben ist Teil des Projektes Lebendige Kinzigauen, im Rahmen dessen die GNA im Main-Kinzig-Kreis verstärkt Maßnahmen zur Optimierung der Amphibienbestände und Verbesserung der Wiesen-brütersituation durchführt. Das Artenschutzprogramm hat die Schaffung von Lebensraum für Arten wie die Gefleckte Smaragdlibelle, Kiebitz, Bekassine, Weißstorch, Flussuferläufer, aber auch Laubfrosch, Gelbbauch-unke, Kammmolch u.v.a. zum Inhalt. Für das gesamte Gebiet entlang der unteren Kinzig sind weitere Maßnahmen vorgesehen.

 

Planung, Genehmigung und Finanzierung – ein langer Weg durch die Instanzen

 

Bereits im März 2016 erarbeiteten die Naturschützer aus Rodenbach einen ersten Antrag auf Plangenehmigung, der positiv von der Unteren Naturschutzbehörde beschieden wurde. Außerdem erwirkte die GNA die Zustimmung des Grundstückseigentümers Hessen Mobil. Die Gemeinde Hasselroth begrüßte die Maßnahme ebenfalls ausdrücklich.

 

Naturschutzfachlich diente das Leitbild für das Landschaftsschutzgebiet „Auenverbund Kin­zig“ als Grundlage, das eine weiträumige, halboffene bis offene Auenlandschaft mit teilweise ausgeprägtem Kleinrelief vorsieht. Die Maßnahmen orientieren sich zudem stark an einem Wiesenvogel-schutzkonzept, das in Kooperation mit der Staatlichen Vogelschutzwarte schon 1997 für den gesamten Auenverbund erarbeitet wurde.

 

Wie so oft konnte die Renaturierung aufgrund fehlender Finanzen nicht sofort realisiert werden und musste erst einmal „auf Eis gelegt werden“. Zwischenzeitlich wurde die von der hessischen Landesregierung verabschiedete Hessische Biodiversitätsstrategie weiterentwickelt und zur Realisierung an die Regierungspräsidien weitergegeben. Infolgedessen klärte sich so schließlich auch die Übernahme der Kosten durch das Land Hessen.

 

Aufgrund der ungünstigen Witterung und schlechten Bodenverhältnisse stoppten die im November 2017 begonnenen Arbeiten erst einmal. Dann endlich war es aber soweit: Die Umgestaltung des Etzwiesenbaches konnte - begünstigt durch eine andauernde Frostperiode - beendet werden. Die zwischengelagerten Erdhaufen wurden entfernt, letzte Uferabflachungen und Modellierungen vorgenommen und wichtige Laichbiotope für die Gelbbauchunke geschaffen. „Damit leistet die Maßnahme im Feuchtgebiet Herrenbruch als Projekt der Biodiversitätsstrategie Hessen einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der biologischen Vielfalt. Wir danken der UNB und dem Regierungspräsidium Darmstadt ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit“, so Hufmann abschließend.

06.03.2018 | Veranstaltungshinweis

 

Ein Vogelparadies in der Entwicklung

 

Mitten im Main-Kinzig-Kreis finden sich Jahr für Jahr zahllose Wat- und Wasservögel zum Rasten und Überwintern ein. Das nicht ohne Grund, denn von 2009 bis 2010 sind der Ruhlsee und ein Abschnitt der Kinzig in Langenselbold naturnah umgestaltet worden. Wie der Kinzigsee entstand der Ruhlsee in den Jahren 1976 und 1977 im Zuge des Autobahnbaus.

 

Heute ist die „Kinzigaue von Langenselbold“ Naturschutzgebiet. Neben wertvollen Wiesen zählt auch ein feuchter Eichen-Hainbuchen-Wald dazu.

Inzwischen hat sich das Auengebiet zu einem Lebensraum für bestands-bedrohte Vogelarten entwickelt. Die von der GNA initiierte, geplante und umgesetzte Renaturierung hat sich als äußerst erfolgreich herausgestellt. So ist der Naturschutzsee heute mit einer drei Hektar großen Flachwasser-zone nicht nur als Rastplatz für viele Vögel, sondern endlich auch als Brutgebiet von Bedeutung. Das extensiv bewirtschaftete Grünland um den Ruhlsee gehört schon seit längerem wieder zum Nahrungsrevier der Weiß-störche sowie der Silber- und Graureiher. Neben Orchideen beherbergt es auch viele andere seltene und bedrohte Pflanzenarten.

 

Während der Kinzigsee ganz der Freizeitnutzung und dem Wassersport zur Verfügung steht, sollen am Ruhlsee Naturschutz und Erholung in Einklang gebracht werden. Neben Joggern und Radfahrern sind es vor allem Spaziergänger, die die weithin offene Landschaft schätzen und die Ruhe genießen.

 

Damit Erholungssuchende informiert und unbeschwert die Natur genießen können, veröffentlichte die GNA in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenselbold ein Faltblatt, das kostenlos angefordert werden kann (Telefon 06184 – 9933797 oder gna.aue@web.de). Darin finden sich auch wichtige Hinweise für Besucher/innen mit Hund.

 

Das Planungsteam von damals, Susanne Hufmann und Günter Könitzer, ist sich sicher: „In Langenselbold ist ein ökologisch sehr wichtiger Naturschutzsee entstanden. Und das mitten im Main-Kinzig-Kreis, der traditionell Vogelzugroute ist. Von unseren Maßnahmen profitiert das gesamte Ökosystem mit all seinen seltenen oder bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die für Feuchtgebiete typisch sind.“

 

Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz bei der Baumschule Müller
in Langenselbold. Wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Bitte Fernglas und/oder Spektiv mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden. Die GNA bittet um einen Kosten-beitrag von 4 Euro pro Person, die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist kostenlos. Die Einnahmen kommen ausschließlich Auenschutzprojekten der GNA zu gute. Weitere Termine finden sich im Veranstaltungskalender 2018, der ebenfalls kostenlos angefordert werden kann.

05.03.2018 | Veranstaltungshinweis

 

Kulinarischer Wildkräuter-Workshop

 

Unter fachkundiger Leitung der Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres erfahren die Teilnehmer/innen bei einem Spaziergang durch die Bulau von Hanau viel Wissenswertes über essbare Wildkräuter, die in unseren heimischen Auwäldern wachsen.

 

Neben den biologischen Besonderheiten von Bärlauch, Scharbockskraut und Co. werden aber auch weitere Aspekte, wie Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Pflanzen oder das Thema Fuchsbandwurm aufgegriffen. Regeln, die beim Sammeln zu beachten sind und der eigenen Sicherheit oder dem Naturschutz dienen, werden bei diesem Workshop ebenfalls vorgestellt.

 

Nach der Exkursion geht es kulinarisch weiter. Gemeinsam bereiten die Teilnehmer/innen ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Kräutermenü zu. Weitere Köstlichkeiten, wie beispielsweise ein selbst hergestellter Waldmeister-Wackelpudding, ergänzen den Speiseplan. Beim gemeinsamen Essen besteht die Möglichkeit, sich über eigene Rezepte oder Sammel-erfahrungen auszutauschen.

 

Die vierstündige Veranstaltung beginnt am Samstag, den
7. April um 10:30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

 

Daher bittet die GNA um eine verbindliche Anmeldung unter gna.bauer@web.de oder 06184 – 93 95 939. Mit der Anmelde-bestätigung erhalten Sie weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zum Treffpunkt.

 

Die Teilnahmegebühr inklusive der Verkostung beträgt 20 € pro Person. Alle Einnahmen kommen der gemeinnützigen Naturschutzarbeit der GNA zu gute. Bei großer Nachfrage wird ein weiterer Exkursionstermin am Samstag, den 28. April möglich gemacht.

27.02.2018 | Unerwünschte Schönheiten

 

Großes Interesse beim Vortrag

 

Unter dem Titel „Unerwünschte Schönheiten – Neophyten – Neuankömmlinge in unserer Natur“ startete an diesem Abend eine neue Vortragsreihe. Dr. Monika Pickert-Andres beleuchtete kritisch die Problematik der so genannten invasiven Neophyten, gebietsfremder Arten, die sich unkontrolliert ausbreiten können. Anhand zahlreicher Bilder lernte das Auditorium das Drüsige Springkraut kennen, das sich vor allem an der Kinzig ausbreitet. Viel Wissenswertes gab es auch zu hören über den Staudenknöterich, den als Herkulesstaude bekannten Riesen Bärenklau und die für Allergiker gefährliche Beifußblättrige Ambrosie.

 

Zu bedenken gab Pickert-Andres, dass von Menschen veränderte und beeinflusste Ökosysteme weniger widerstandsfähig und damit anfälliger für die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzen sind.

 

Von der Schmackhaftigkeit der Neophyten konnte sich das Publikum kurz vor der Pause überzeugen. Zum Abschluss ihres Vortrages verteilte die Botanikerin die auch als Superfood bekannten Gojibeeren, die Früchte des Gemeinen Bocksdorns.

 

Im zweiten Vortrag des Abends stellte die Umweltweltwissenschaftlerin Ann Kristin Bauer mit der „Herbstzeitlosen“ eine weitere unerwünschte Schönheit vor, die im Gegensatz zu den Neophyten in unseren Breiten heimisch ist und auf landwirtschaftlich genutzten Futterwiesen ein großes Problem darstellt.

 

Thomas Andres vervollständigte das Referenten-Trio der GNA. Der Biologe stellte in seinem Vortrag „Sag mir wo die Bienen sind?“ die wichtigsten Aspekte und Daten zum derzeitigen Insektensterben vor. Viele Funktionen der Insekten im Ökosystem gehen über die Bestäubung, auch unserer Nahrungsmittelpflanzen, hinaus. Sie sind beispielsweise als Nahrung für Vögel und Nager von Bedeutung.

 

Andres verglich viele Veröffentlichungen zum Insektensterben, um die Abnahme der Insekten beziffern zu können. Die Ursachen für deren Rückgang sind vielfältig. Neben den in den Medien häufig genannten Neonicotinoiden, hochwirksamen Insektiziden, die häufig in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, spielen auch der Rückgang von naturräumlichen Flächen und Biotopen, Monokulturen in der Landwirtschaft und der Klimawandel eine Rolle. Zum Ende seiner Präsentation zeigte Andres Möglichkeiten auf, um das Insektensterben zu stoppen.

22.02.2018 | NaturUmweltKlima

 

Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche
 

Die Idee dahinter: Kinder und Jugendliche sollen für die Themen Natur, Artenvielfalt, Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden. Denn nur, was man kennt, schätzt und schützt man. Technische Perfektion oder die beste Ausrüstung steht bei diesem Wettbewerb ausdrücklich nicht im Vordergrund. Stattdessen sind Kreativität und der besondere Blick der heranwachsenden Generation auf ihre Umwelt gefragt.

 

Wer kann mitmachen?

 

Mitmachen können alle Kinder und Jugendliche aus dem Main-Kinzig-Kreis. Der Wettbewerb umfasst insgesamt drei Altersklassen, in denen jeweils die ersten drei Sieger prämiert werden: Zur ersten Altersklasse zählen Kinder bis zu 8 Jahren, zur zweiten Klasse Kinder bis zu 12 Jahren und in der dritten Altersklasse dürfen die Teilnehmer maximal 16 Jahre alt sein.

 

Was muss beachtet werden?

 

Die Fotomotive müssen aus dem Main-Kinzig-Kreis stammen und in der Zeit vom 1. März bis 15. September 2018 aufgenommen worden sein. Einsendeschluss ist der 17. September. Die Fotos sollen digital (JPG, Größe mindestens 5 MB) zur Verfügung stehen. Inhaltliche Veränderungen und Bildmontagen am PC sind nicht erlaubt. Jede Einsendung umfasst maximal zwei Fotos mit jeweils einem Bildtitel und einem kurzen, originellen Begleittext.

 

„Uns interessiert, warum die jungen Fotografen genau dieses Thema ausgewählt haben und wo das Foto aufgenommen wurde. Die Erläuterungen sollen in der Ausstellung helfen, die Motive besser zu verstehen.“ erläutert die GNA-Vorsitzende Susanne Hufmann. „Die Bildrechte liegen natürlich nach wie vor bei den Fotografen. Die Fotos werden von der GNA lediglich zur Berichterstattung über den Wettbewerb verwendet.“

 

Mehr Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden sich zum Start ab dem 1. März unter www.gna-aue.de.

 

Wie geht es weiter?

Die Gewinnerfotos von „NaturUmweltKlima“ werden vom 15. Oktober bis einschließlich den 26. Oktober 2018 im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen gezeigt. Nachdem sie von der Wettbewerbsidee erfahren hatte, übernahm die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler spontan die Schirmherr-schaft: „Ich bin mir sicher, dass Kinder und Jugendliche als Erwachsene umso verantwortungsvoller mit Natur und Umwelt umgehen, je früher und intensiver sie deren Schätze und Schönheiten kennen gelernt haben.“

 

Am 17. Oktober um 14 Uhr eröffnet die Umweltdezernentin des Main-Kinzig-Kreises daher offiziell die Ausstellung und nimmt auch die Preisverleihung vor. Ihre Unterstützung zugesagt haben bislang die Sparkasse Hanau, die Kreissparkassen Gelnhausen und Schlüchtern und die Raiffeisenbank Rodenbach, die den Wettbewerb nicht nur finanziell fördern, sondern auch die Jurymitglieder stellen.

 

Was kann man gewinnen?

Die Hauptgewinne haben einen Bezug zu den Wettbewerbsthemen Natur, Umwelt und Klima. Angedacht sind Jahreskarten für die ganze Familie für Freizeit- und Bildungseinrichtungen im Umkreis und Gutscheine für Naturfotokurse speziell für Kinder und Jugendliche. Was heute schon sicher ist: Alle Teilnehmer/innen erhalten eine schöne Urkunde.

 

Das Faltblatt mit allen Informationen zum Wettbewerb kann bei der GNA kostenlos angefordert werden unter der Telefon-Nr. 06184 – 99 33 797 oder per E-Mail gna.aue@web.de

8.02.2018 | Vortrag in der Gemeindebücherei Rodenbach

 

Unerwünschte Schönheiten

 

Zahlreiche Rodenbacher Naturbeobachter sind begeistert von der herrlichen Blütenpracht vieler Pflanzen in unseren Gärten und in der Rodenbach umgebenden Natur. Hierbei fällt es  zunächst nicht besonders auf, dass viele dieser Pflanzen, wie z. B. das bis zu zwei Meter hohe Springkraut, unsere heimischen Pflanzen verdrängen können. Fachleute sprechen von einer ernsthaften Bedrohung der botanischen Vielfalt.

 

Es ist noch nicht ausreichend in unser Bewusstsein gedrungen, dass z. B. die wärmeliebende Ambrosia-Pflanze hochallergen ist und dazu führen kann, dass Heuschnupfen-Allergiker besonders unter der Verbreitung dieser Pflanzen leiden. Offensichtlich begünstigt der Klimawandel ihre Verbreitung. Die Herkulesstaude kann bei Berührung ihrer Blätter und anschließender Sonnenbestrahlung Reizungen, Rötungen und schlimmstenfalls eine blasenbildende Dermatitis auslösen.

 

Ist überhaupt noch eine Bekämpfung oder ein Zurückdrängen dieser Neophyten möglich? Darüber und über viele weitere wissenswerte Einzelheiten informieren am

Freitag, den 23. Februar 2018 ab 19:30 Uhr

in der Niederrodenbacher Gemeindebücherei (Kirchstraße 9a, 63517 Rodenbach) die Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres und die Umwelt-wissenschaftlerin Ann Kristin Bauer von der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e.V.).

 

Außerdem werden geeignete Maßnahmen zur Rückdrängung der Herbst-zeitlosen, einer giftigen Schönheit auf landwirtschaftlichen Flächen, vor-gestellt. Abschließend stehen die beiden Referentinnen der interessierten Zuhörerschaft für Fragen zur Verfügung.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen.

 

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Rodenbacher Geschichtsverein

11.01.2018 | Natur erleben, beobachten und verstehen

 

Neue Vorträge, Exkursionen und Aktionen im Jubiläumsjahr

 

2018 wird für die GNA und ihre Mitglieder ein interessantes und spannendes Jahr, denn es gibt ein besonderes Jubiläum zu feiern: 15 Jahre GNA!

 

Am 14. Mai 2003 gründeten Naturbegeisterte in Rodenbach bei Hanau die gemeinnützige Naturschutzorganisation mit der Absicht, das Fließgewäs-sersystem der Kinzig zu revitalisieren, ursprüngliche Bachabschnitte, Flussauen und Auenwälder zu einem "Grünen Band" zu vernetzen und naturverträglichen Hochwasserschutz zu betreiben.

 

Neben dem Artenschutz in der Aue ist für die GNA auch nach 15 Jahren die Umweltbildung ein wichtiger Schwerpunkt. So führen zahlreiche Fach-exkursionen in die Projektgebiete der GNA, wie zum Beispiel ins Bad Orber Feuchtgebiet Eschenkar oder in die artenreichen Wiesen an der Kinzig. Außerdem bietet das aus Haupt- und Ehrenamtlichen bestehende Team Vorträge, Erlebnisausflüge und botanische Führungen, wie den kulinarischen Kräuterspaziergang an.

 

Schon am 18. März heißt es bei der GNA wieder: „Ein Vogelparadies in der Entwicklung“. Besucht wird der Langenselbolder Ruhlsee, an dem zur Vogelzugzeit interessante Beobachtungen möglich sind.

 

Fixpunkte des Programms bleiben die Naturerlebnis-Angebote für Kinder und Jugendliche. „Wir sind uns sicher, dass Kinder und Jugendliche als Erwachsene umso verantwortlicher mit ihrer Umwelt umgehen, je früher und intensiver sie deren Schätze und Schönheiten kennen gelernt haben.“, weiß die Vorsitzende Susanne Hufmann zu berichten. So finden auch 2018 wieder spannende Veranstaltungen mit der „Wasserforscherkiste auf Tour“ im Rahmen von Schulprojektwochen, Ferienfreizeiten oder in Kindergärten statt.

 

Für diejenigen, die sich ebenfalls für den Natur- und Artenschutz einsetzen möchten, bietet die GNA eine neue Möglichkeit: „Verteilen Sie unsere Veranstaltungskalender und Projektflyer und gewinnen Sie mehr Menschen für die Natur. Unsere Faltblätter könnten Sie zum Beispiel beim Bäcker auslegen oder auf eine Veranstaltung oder zu Freunden mitnehmen. Anruf genügt! Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.“

 

Das Veranstaltungsprogramm 2018 sowie weitere Informationsflyer können kostenlos angefordert werden unter der Telefon-Nr.
06184 – 99 33 797 oder per E-Mail gna.aue@web.de.