Aktuelles

20. März 2019 | Kleine Kräuterwanderung durch die Bulau 

 

Kulinarischer Wildkräuterspaziergang

 

Unter fachkundiger Leitung der Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres erfahren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen viel Wissenswertes über Bärlauch, Scharbockskraut und andere essbare Wildkräuter an ihren natürlichen Standorten. Die besondere Ökologie eines Auwaldes kommt während des gemütlichen Spaziergangs durch eines der letzten Auenwaldgebiete Hessens natürlich auch zur Sprache.

 

Neben den biologischen Besonderheiten der Frühjahrsblüher (Geophyten) werden weitere Aspekte, wie etwa die Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen oder das Thema Fuchsbandwurm beleuchtet. Dazu gibt die Exkursionsleiterin viele hilfreiche Tipps und stellt die Regeln, die beim Sammeln zu beachten sind sowie der eigenen Sicherheit und dem Naturschutz dienen, vor. Unterstützt wird sie dabei von der Umwelt-wissenschaftlerin Ann Kristin Bauer. Zum Ende der Exkursion geht es kulinarisch zu, denn gemeinsam werden leckere Wildkräuter verkostet.

 

Die Veranstaltung startet am Samstag, den 13. April um 13 Uhr, Ende: ca. 15 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Neuhofstraße (B 8) in Hanau.

 

Die Teilnehmeranzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Die GNA bittet daher um rechtzeitige und verbindliche Anmeldung. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie weitere Informationen. Die Teilnahmegebühr (inklusive Verkostung) beträgt 10 € pro Person. Alle Einnahmen kommen der gemeinnützigen Natur- und Artenschutzarbeit der GNA zu gute. 

13. März 2019 | Mitmachen - gewinnen - und Projekt auswählen!

 

Unser neues Projekt bei der Umweltlotterie GENAU

 

Neben einem Bauerngarten mit Kräuterspiralen und Gemüseanbau (u.a. in Hochbeeten) sollen Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt werden, um das Werden und Wachsen heimischer Lebensmittel bis zur Ernte und Verarbeitung miterleben zu können. Dazwischen soll eine Blumenwiese mit Wildpflanzen angelegt werden, die zur Beobachtung einladen und zahlreichen Schmetterlingsarten als Futterpflanzen dienen.

 

Ein Insektenhotel darf natürlich auch nicht fehlen. Für die heimische Vogelwelt sollen verschiedene Nistkästen zur Verfügung gestellt werden. Ihren Platz werden auch einige Bienenstöcke und ein Kompost finden.

 

Lesesteinhaufen als Unterschlupf für wärmeliebende Erdhummeln oder Reptilien werden angelegt, totes Holz wird liegen gelassen, Laub- und Reisighaufen dienen nicht nur Igeln als Winterquartier. Einige Fleder-mauskästen und ein großer Teich sollen das Angebot für die Pflanzen- und Tierwelt komplettieren.

 

BEDEUTUNG FÜR UMWELT- UND NATURSCHUTZ

 

Der Naturgarten soll die Biodiversität im Siedlungsraum erhöhen, Jung und Alt faszinieren und unserer Naturschutzjugend sowie Schulkindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, die Artenvielfalt in ihrer direkten Umgebung kennen und schätzen zu lernen, um einen positiven Bezug zur Natur zu entwickeln.

 

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Unser Projekt bei Lotto GENAU
Projekt_4782.pdf
PDF-Dokument [14.5 MB]

11. März 2019 | Naturschutzjugend macht wieder mit

 

Sauberhaftes Rodenbach

 

Vereine, Familien und Bürgerinitiativen machen hessische Städte und Gemeinden wieder startklar für den Frühling. In vielen Kommunen schwärmen engagierte Menschen aus, um Müll und Abfall, den andere achtlos auf Straßen, Wiesen, Feldern und im Wald entsorgt haben, einzusammeln.

 

Wie in jedem Jahr beteiligt sich auch die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) mit vielen Ehrenamtlichen an der Müllsammel-aktion, die von der Gemeinde Rodenbach koordiniert wird. Mit dabei ist auch die Naturschutzjugendgruppe „Die Eisvögel“. Ziel der kleinen und großen Müllsammler ist diesmal das Quellgebiet Weidertsbörnchens und die Ufer des Rodenbachs im Ortsteil Niederrodenbach.

 

Wann und wo?

Die Gemeinde Rodenbach stellt Handschuhe, Müllbeutel und Greifzangen zur Verfügung. Helfer und Helferinnen, die die GNA unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Treffpunkt ist am Samstag, den 16. März um 10 Uhr der Parkplatz am Wingertsweg (gegenüber dem Rodenbacher Bauhof). Der Abschluss findet in diesem Jahr im Vereinsheim der TGS Niederrodenbach in der Bulauhalle statt. Hier erwarten die fleißigen Müllsammler ab 11.30 Uhr ein deftiges Mittagessen sowie heiße und kalte Getränke.

 

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung bittet zur Unter-stützung ihres wichtigen Umwelt- und Naturschutzengagements um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Als gemeinnützige Naturschutzorganisation ist die GNA zur Ausstellung von Spenden-bescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt berechtigt.

7. März 2019

 

Ein Vogelparadies in der Entwicklung

 

Die von der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung initiierte, in fünf Jahren geplante und von 2009 bis 2010 umgesetzte Renaturierung hat sich als äußerst erfolgreich herausgestellt. So ist der Naturschutzsee heute mit einer drei Hektar großen Flachwasserzone nicht nur Rastplatz für viele Vögel, sondern endlich auch als Brutgebiet von Bedeutung.

 

Die extensiv bewirtschafteten Wiesen rund um den See gehören schon seit langem wieder zum Nahrungsrevier der Weißstörche, dazu gesellen sich immer mehr Grau- und Silberreiher. Der starke Besucherdruck und der Hundetourismus machen allerdings den wiesenbrütenden Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine das Leben schwer und ein Brüten nahezu unmöglich.

 

Neben Orchideen beherbergt das wertvolle Grünland viele andere seltene und bedrohte Pflanzenarten. Daneben findet sich einer der letzten feuchten Eichen-Hainbuchen-Wälder, der durch den Straßenverlauf der L 3271 in das „Bockgehörn“ und den „Stellweg“ unterteilt wird.

 

Im Bockgehörn herrscht sogar noch eine weitere Naturschutzstrategie vor. Gemeint ist der „Prozessschutz“, wonach in die natürlichen Prozesse des Ökosystems Wald nicht eingegriffen werden darf und soll. Die Prozesse im Wald - vom Wachsen über das Werden und Vergehen – sollen ungestört ablaufen. Dies bedeutet vor allem, dass keine Bäume gefällt und kein Totholz entnommen werden darf.

 

Naturschutz und Erholung im Einklang?

Während der Langenselbolder Kinzigsee ganz der Freizeitnutzung und dem Wassersport zur Verfügung steht, sollen am Ruhlsee Naturschutz und Erholung in Einklang gebracht werden. Neben Joggern und Radfahrern sind es vor allem Spaziergänger, die die weithin offene Landschaft schätzen und die Ruhe genießen. Damit Erholungssuchende informiert und unbeschwert die Natur genießen können, veröffentlichte die GNA in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenselbold ein Faltblatt, das kostenlos angefordert werden kann. Darin finden sich wichtige Hinweise für Besucher/innen mit Hund.

 

Am Sonntag, den 24. März, veranstaltet die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) eine fachkundige Führung an den revitalisierten Ruhlsee in Langenselbold. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz bei der Baumschule Müller.

 

Wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Bitte Fernglas und/oder Spektiv mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden. Die GNA bittet um einen Kostenbeitrag von
4 Euro pro Person, die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist kostenlos. Die Einnahmen kommen ausschließlich Auenschutzprojekten der GNA zu gute. Weitere Termine finden sich im Veranstaltungskalender 2019, der ebenfalls kostenlos angefordert werden kann. (Telefon 06184 – 9933797 oder
gna.aue@web.de).

Wiesenvogelland - Neues Feuchtbiotop in Langenselbold (c) GNA

4. März 2019

 

Artenschutz braucht Lebensraum

 

Neue Feuchtlandbiotope in Wächtersbach und Langenselbold

 

„Möglich machte das ein neues Förderinstrument für Naturschutzmaß-nahmen im ländlichen Raum, das es in Hessen seit 2017 gibt.“, erläutert Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA, die Hintergründe. Auf Bundesebene sei der „Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe `Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes´“ erweitert worden mit dem Ziel, nicht-produktive, investive Maßnahmen im ländlichen Raum zu fördern. Darunter fallen beispielsweise die Schaffung oder Wiederherstellung von Feuchtbiotopen und Kleingewässern, Hecken, Feldgehölzen oder Trockenmauern ebenso wie die Entbuschung von Halboffen- und Offenlandlebensräumen. Die Mittel stammen zu 60% vom Bund und zu 40% vom Land Hessen.

 

Effektiver Artenschutz in Wächtersbach

In der Köhlersaue realisierte das Planungsteam der GNA auf einem etwa 7.000 m² großen, brachliegenden Privatgrundstück gleich acht Feuchtbiotope, die sowohl dem Schutz und Erhalt der Gelbbauchunke als auch der Förderung wiesenbrütender Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine dienen werden. „Beide Artengruppen benötigen dringend unsere Unterstützung, um nicht vollständig aus Hessen zu verschwinden.“, unterstreicht Susanne Hufmann die Notwendigkeit der Maßnahmen, die in enger Kooperation mit dem NABU Wächtersbach durchgeführt wurden.

 

Sorgenfall Gelbbauchunke

Ursprünglich war die Gelbbauchunke in den dynamischen Auen natürlicher Fließgewässer mit ihren Feucht- und Frischwiesen zu Hause. Durch Hochwässer entstanden hier - vor der Begradigung unserer Bäche und Flüsse - immer wieder sonnenexponierte Kleinstgewässer mit Rohboden, die Gelbbauchunken für eine erfolgreiche Fortpflanzung benötigen. Diese Biotope sind vielerorts schon vernichtet, Populationen dadurch voneinander getrennt und isoliert. Da der genetische Austausch und die Zuwanderung von außen stark eingeschränkt sind, sind schon heute die Bestände auch an der Kinzig in großer Gefahr.

 

Gefährdungsursache Mensch

Die Gründe sind durchweg menschliche Aktivitäten. Durch die Erschließung neuer Verkehrswege und Logistikcenter, die Ausweisung immer größerer Neubau- und Gewerbegebiete werden jeden Tag Flächen versiegelt und damit für unsere heimischen Arten unwiederbringlich zerstört. Bundesweit befindet sich die Gelbbauchunke in einem schlechten Erhaltungszustand und wird auch in der Roten Liste Hessen als „stark gefährdet“ eingestuft. „Und das, obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für diese Amphibienart trägt, da sich hier aktuell ihre nördliche Verbreitungsgrenze und ein bedeutender Teil der Gesamtpopulation befindet.“, berichtet der ehrenamtlich tätige Natur- und Artenschützer Günter Könitzer (GNA).

 

Wiesenvogelschutz in Langenselbold

Auch die umfangreichen Maßnahmen in der Langenselbolder Kinzigaue sollen langfristig für eine Stabilisierung der Bestände sorgen. Zielarten sind hier vor allem die wiesenbrütenden Vogelarten, darunter Kiebitz und Bekassine, aber auch Amphibien und Insekten. Die Beseitigung eines großen Gehölzriegels inmitten einer landwirtschaftlich genutzten Wiese soll den eigentlichen Offenlandcharakter der Auenlandschaft fördern. Anstelle der Gehölze schuf die GNA - in bewährter Zusammenarbeit mit der Stadt Langenselbold - ein 100 m langes und 12 m breites Feuchtbiotop ganz neu.

 

Sorgenfall Kiebitz

„Dies wird Wiesenvögeln als Nahrungshabitat dienen – während der Zugzeit, aber hoffentlich auch während der Brut.“, so Susanne Hufmann. Gerade der Kiebitz brütet hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften, auf Wiesen und Weiden, gerne an Gewässerrändern, auf Feuchtwiesen, Heiden und Mooren. Früher sehr häufig, befinden sich der Kiebitz und Bekassine im Sinkflug. „Die Sicherung extensiv bewirtschafteter Flächen, ein Mosaik aus Brachen, die Wiedervernässung der Aue, eine Verringerung des Störpotenzials durch Mensch und Hund an den letzten Brutplätzen im Main-Kinzig-Kreis und vieles mehr steht auf unserem Hilfsprogramm für den Kiebitz und die Bekassine.“, so die GNA Vorsitzende abschließend.

 

Spenden erwünscht

Spenden an die gemeinnützige GNA sind steuerlich absetzbar. Zu Beginn des Folgejahres senden wir Ihnen eine Spendenquittung zu mit all Ihren Zuwendungen. Dies spart Zeit und Porto. Und so kommt noch mehr Geld unseren Natur- und Artenschutzprojekten zugute. Sollten Sie sofort eine Quittung wünschen, rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns (gna.aue@web.de).

 

Bankverbindung: Raiffeisenbank Rodenbach

Stichwort: Feuchtbiotope

IBAN:    DE75 5066 3699 0001 0708 00 | BIC GENODEF1RDB

5. Februar 2019

 

Natur erleben mit der GNA

 

Zahlreiche Fachexkursionen führen in aktuelle Projektgebiete der GNA,
wie zum Beispiel ins Bad Orber Feuchtgebiet Eschenkar (18. Mai) oder in das Storchenland in Rodenbach (26. Juni). Außerdem bietet das aus
Haupt- und Ehrenamtlichen bestehende Team Vorträge, Erlebnisausflüge und botanische Führungen an.

 

Schon am 24. März heißt es wieder: „Ein Vogelparadies in der Entwicklung“. Besucht wird der Langenselbolder Ruhlsee, an dem viele interessante Beobachtungen möglich sind. Am Samstag, den 13. April führt ein kulinarischer Kräuterspaziergang durch die Bulau von Hanau. Eine rechtzeitige Anmeldung lohnt sich auch hier.

 

Berufliche Fortbildung

Am Mittwoch, den 10. April erhalten Erzieher/-innen, pädagogische Fachkräfte und andere Interessierte Gelegenheit, alles Wissenswertes über eine gelungene Gewässererkundung mit Kindern und über den Lebensraum Wasser zu erfahren. Für die ganztägige Veranstaltung, an deren Ende eine See-Exkursion geplant ist, wird wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unbedingt um Anmeldung gebeten.

 

Wasserforschertage

Fixpunkte des Programms sind die Angebote für Kinder und Jugendliche. „Wir sind sicher, dass Menschen umso verantwortlicher mit ihrer Umwelt umgehen, je früher und intensiver sie deren Schätze und Schönheiten kennen gelernt haben.“, berichtet Susanne Hufmann, Biologin und die Vorsitzende der GNA. Auch 2019 finden wieder viele Forschertage mit der „Wasserforscherkiste auf Tour“ im Rahmen von Schulprojektwochen, Ferienfreizeiten oder in Kindergärten und Tagesstätten statt. Am Samstag, den 4. Mai findet sogar ein Wasserforschertag für die ganze Familie in Rodenbach statt.

 

Das Veranstaltungsprogramm 2019
sowie weitere Informationsflyer können kostenlos angefordert werden unter der Telefon-Nr. 06184 – 99 33 797 oder per E-Mail gna.aue@web.de

8. Janaur 2019

 

Willkommen im Kiebitzland

 

Schon seit Jahren arbeiten die Stadt Langenselbold und die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) erfolgreich zusammen, wenn es um den Natur- und Artenschutz in den Auen an der Kinzig geht. So auch im Langenselbolder Flos, wo bereits im Oktober unter der Regie der GNA ein ganz neues Feuchtbiotop entstand. Mit dieser Maßnahme soll die Aue von Langenselbold bis Hasselroth (zwischen der L 3271 und Neuenhaßlau) zu einer intakten Flussaue entwickelt werden.

 

Artenvielfalt erhalten

Dazu sei es vor allem nötig, den Offenlandcharakter wiederherzustellen, berichtet die Erste Vorsitzende der GNA, Susanne Hufmann. „Wir stützen uns auf Artenhilfsprogramme und übergeordneten Konzepte, die die naturschutzfachlichen Entwicklungsziele vorgeben.“ Denn letztlich gehe es um die Förderung stark bedrohter Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine und eine Stabilisierung der Amphibienbestände.

 

„Wir haben in Langenselbold das große Glück, derzeit noch über eine relativ solide Laubfroschpopulation zu verfügen. Vielerorts sind die Bestände schon drastisch zurückgegangen.“, erläutert Langenselbolds Bürgermeister Jörg Muth das Engagement der Stadt. „Ebenso verhält es sich mit den wiesenbrütenden Vogelarten. Im Flos liegt einer der letzten Kiebitzbrut-plätze, die es zu schützen gilt.“ So wurden zuletzt nicht nur störende Baumreihen und andere Gehölzriegel aus der Aue entfernt, sondern auch ein etwa 100 m langer Flachwasserbereich als Nahrungshabitat und Laichgewässer angelegt.

 

Besucherlenkung schützt

Zwei Schautafeln, die von der GNA konzipiert wurden, laden nun am Eingang zur Kinzigaue zum Verweilen ein. Die Tafeln sind Teil eines ganzheitlichen Besucherlenkungskonzeptes und informieren über das Flos als besonderen Lebensraum. Ein ausführlicher Steckbrief rückt den Kiebitz als einen seiner wichtigsten Bewohner in den Focus. Stadt und Naturschützer sind sich einig: „Der Mensch ist ein gern gesehener Gast in der Langenselbolder Kinzigaue, wenn er sich an einige wichtige Regeln hält. Denn das Feuchtgrünland ist nicht nur wertvoller Lebensraum vieler Tier – und Pflanzenarten, sondern wird auch landwirtschaftlich genutzt.“

 

Gefährdung durch Hundekot

Landwirte produzieren im Grünland Futter für Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen. Die Verunreinigung mit Hundekot stellt eine große Gesundheitsgefahr dar. Vor allem bei Rindern kann es zu Fehl- und Totgeburten kommen. „Hier wächst das, was letztlich auf unseren Tellern landet. Es versteht sich daher von selbst, die Hunde nicht auf den Wiesen koten zu lassen.“, meint Langenselbold´s Bürgermeister. Wichtig für die Ruhe der Wildtiere sei es außerdem, Hunde unbedingt anzuleinen, auf den Wegen zu bleiben und die Wiesen nicht zu überqueren, fordert die örtliche Jägerschaft.

 

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung dankt abschließend der Stadt Langenselbold und den ortsansässigen Landwirten für die gute Kooperation sowie der Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz für die finanzielle Unterstützung der Schautafeln.