Landkauf für den Biber

GNA sichert Biberfläche im Spessart

In nur sechs Wochen ist es der GNA 2010 gelungen, eine knapp 4.000 m² große Fläche an der Schmalen Sinn im südhessischen Main-Kinzig-Kreis zu kaufen und damit langfristig als Lebensraum für den Biber zu sichern. Die Fläche an der hessisch-bayerischen Grenze befindet sich heute im Eigentum der GNA, die damit die Betreuung und den langfristigen Schutz übernimmt. 

Die Biberreviere werden in Hessen durch ehrenamtliche Betreuer kartiert. Die Ergebnisse werden dem Regierungspräsidium Darmstadt zur Verfügung gestellt. Dort werden die Daten ausgewertet, es erfolgen Gebietsüberprüfungen und schließlich wird ein Jahresbericht erstellt. Den Hessischen Biberbericht 2012 finden Sie auf der Website des RP Darmstadt.

GNA Biberland an der Schmalen Sinn

 

Die Talaue ist durchzogen vom Bachlauf der Schmalen Sinn. Den Bach begleitet ein Erlen-Auenwald und feuchter Eichen-Hainbuchenwald. Eingestreut in das Feucht- und Nassgrünland sind immer wieder Riede und Röhrichte. Hier befindet sich das von 3 bis 4 Bibern besetzte Revier "Schmale Sinn Oberzell Landesgrenze" mit einer Biberburg. Das Areal ist Teil des FFH-Gebietes „Biberlebensraum Hessischer Spessart" (5723-307).

 

Besondere Tierwelt

Eisvogel, Schwarzstorch, Wasseramsel, Neuntöter, Gebirgsstelze, Sperber, Habicht, Turmfalke, Mäusebussard, Groppe, Bachneunauge, Schwarzblauer Ameisen-bläuling, Wasserfledermaus, Großer Abendsegler, Zwergfledermaus


Schützenswerte Pflanzenwelt

Unterwasservegetation der Schmalen Sinn: Pinselblättrige Wasserhahnenfuß, Brunnenmoos, Haken- Wasserstern, Flachfrüchtiger Wasserstern

Krautschicht: Mädesüß, Zittergras, Hain-Sternmiere

Strauchschicht: Pfaffenhütchen, Trauben-Kirsche, Schneeball, Weide

 

Geschichte des Bibers in Hessen

Der Biber breitet sich seit mehr als 20 Jahren in Hessen aus. Heute finden sich Biberreviere nicht nur im Main-Kinzig-Kreis, sondern auch in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rothenburg, in der Wetterau und im Odenwaldkreis. Im Main-Kinzig-Kreis leben derzeit etwa 132 Biber in 44 Biberrevieren.

 

GNA Schutzkonzept

Die GNA wird als Eigentümerin der Fläche den Biberlebensraum langfristig betreuen. Ziel ist es, dem Biber einen Lebensraum zu sichern, in dem seine landschaftsgestaltende Aktivität kein Konfliktpotential mit anderen Landnutzungen durch den Menschen darstellt.

 

Die Fläche wird zur Zeit nicht bearbeitet und soll in der Zukunft sich selbst überlassen werden. Zuvor sind - in Kooperation mit den bayerischen Naturschutzbehörden - länderübergreifend Renaturierungsmaßnahmen geplant. 

 

Wissenwertes

 

Neuigkeiten

Presseecho

Hier darf der Biber wieder bauen
Frankfurter Rundschau vom 2.03.2010.jpg
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