GENAU - Umweltlotterie in Hessen

 

Seit kurzem gibt es sie auch in Hessen - eine Umweltlotterie von
Lotto Hessen zugunsten von Umwelt- und Naturschutzprojekten.

 

Von der Umweltlotterie GENAU – Gemeinsam für Natur und Umwelt –

profitiert nicht nur ein einzelner Gewinner, sondern ganze Landkreise
und viele kleine und große Natur- und Umweltprojekte.

 

GENAU fördert mit den Erlösen Projekte bei uns in der Region.

 

5.000 Euro Zusatzgewinn für die Natur – und das jede Woche!

Jede Woche fließen 5.000 Euro in ein Projekt aus dem Landkreis oder der Stadt des Gewinners. Das Beste daran: Die Gewinner der Gewinnklassen 1–3 dürfen darüber entscheiden, welches Projekt in ihrer Region gefördert wird.

Um zahlreiche Stimmen für unsere Projekte zu gewinnen, benötigen wir interessierte und umweltbewusste Mitspieler aus dem Main-Kinzig-Kreis.

 

Online-Spielschein für die Umweltlotterie GENAU

 

Machen Sie mit und unterstützen Sie die spannenden Natur-
und Artenschutzprojekte der Gesellschaft für Naturschutz
und Auenentwicklung im Main-Kinzig-Kreis:

 

Jeden Freitag stellt das hr fernsehen in der Sendung "alle wetter!" die Gewinner sowie Umwelt- und Naturschutzprojekte vor.

 

Diese GNA-Projekte können Sie auswählen:

 

 

(c) Dr. H. Steiner

 

GNA-Projekt Nr. 1:

Biotopverbund Laubfrosch

 

Ziel des Artenschutzprojektes ist es, für den stark gefährdeten Laubfrosch
(RL 2) im unteren Kinzigtal ein Verbundsystem von Lebensräumen, insbesondere von Laichplätzen, neu zu schaffen und langfristig zu erhalten. 

 

In vielen Regionen Deutschlands ist der europäische Laubfrosch selten oder gänzlich verschwunden. Der kaum fünf Zentimeter große Frosch findet keine Laichplätze mehr, obwohl hierzulande seine Stammheimat ist. Der Laubfrosch mag es warm und sonnig. Nur dort, wo Bäche und Flüsse noch über die Ufer treten und in den Senken der Feuchtwiesen bis in den Sommer hinein kleine Tümpel hinterlassen, finden die seltenen Amphibien überhaupt noch geeignete Fortpflanzungsbedingungen. Ab April sucht der Laubfrosch sonnige Laichgewässer auf. In der Abenddämmerung treiben die Männchen auf der Wasseroberfläche und stimmen mit einer großen Schallblase an der Unterseite der Kehle ihren lauten Chorgesang an, um Weibchen heranzulocken. Sind nicht genug Laichhabitate in der Flussaue vorhanden oder ausgetrocknet, bricht die Population ein. Deshalb sollen bereits vorhandene Biotope von Gehölzen und Schilf freigestellt, entschlammt und saniert werden. Ebenso sollen dort, wo es möglich und sinnvoll erscheint, neue Laichtümpel angelegt werden.

 

Da die natürliche Dynamik der Flussauen heutzutage fast überall fehlt, ist der Laubfrosch von kontinuierlichen Schutzbemühungen und insbesondere von regelmäßigen Gewässerneuanlagen bzw. Gewässerüberarbeitungen abhängig. Geplante Maßnahmen sind neben der Sanierung, Anlage und Pflege von laubfroschgerechten Biotopen auch die Vernetzung zu einem lokalen Verbund.

 

Gemeinde/Stadt/Lage: Kinzigtal (Erlensee, Rodenbach, Langenselbold, Hasselroth, Gründau, Gelnhausen, Wächtersbach)

Dauer: mind. 5 Jahre

 

GNA-Projekt Nr. 2:

Optimierung eines Biberbiotops in Sinntal-Oberzell

 

Ziel des Artenschutzprojektes ist, das GNAeigene Grundstück mit Biberrevier weiterzuentwickeln und durch geeignete Renaturierungsmaßnahmen eine Erhöhung der Artenvielfalt zu erreichen.

 

Der Biber ist das größte europäische Nagetier. Er ist das einzige Tier, das Burgen und Dämme baut und Wasser anstaut. Der Biber war seit dem 19. Jahrhundert in Hessen ausgerottet, bis er 1987/88 im hessischen Spessart wieder angesiedelt wurde. Die Ansiedelung von 18 Elbe-Bibern glückte sofort. Heute erlebt der Biber seine Renaissance und breitet sich immer weiter aus. 

 

2010 ist es gelungen, eine 4.000 m² große Fläche an der Schmalen Sinn im südhessischen Main-Kinzig-Kreis zu kaufen und damit langfristig zu sichern. Die Fläche an der hessisch-bayerischen Grenze befindet sich heute im Eigentum der GNA, die damit die Betreuung und den langfristigen Schutz übernimmt. Die
Talaue ist durchzogen vom Bachlauf der Schmalen Sinn. Den Bach begleitet ein Erlen-Auenwald und feuchter Eichen-Hainbuchenwald. Eingestreut in das Feuchtgrünland sind immer wieder Riede und Röhrichte. Hier befindet sich ein mit mehreren Bibern besetztes Biberrevier. Das Areal ist Teil des FFH-Gebietes
Biberlebensraum Hessischer Spessart.

 

Vom Vorbesitzer wurden bereits mehrere "Wasserlöcher"angelegt, deren Uferbereiche allerdings viel zu steil und abschüssig sind, so dass sie weder von der Amphibienwelt zur Fortpflanzung noch von der Avifauna als Nahrungsplatz genutzt werden können. Die Ufer
sollen flach ausgezogen werden, so dass naturnahe Tümpel entstehen, die einer Vielzahl von auentypischen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum zur Verfügung stehen. Danach soll das Grundstück durch ortsansässige Landwirte drei Monate im Jahr extensiv beweidet werden, um offen zu bleiben.

 

Gemeinde/Stadt/Lage: Sinntal-Oberzell an der hessisch-bayerischen Grenze (Schmale Sinn) auf vereinseigenem Grundstück

Dauer: 1 - 2 Jahre

 

GNA-Projekt Nr. 3:

Herstellung von Kreuzotterbiotopen mit frostsicheren Überwinterungsplätzen im Bad Orber Stadtwald 

 

Ziele: Anlegen von Winterquartieren und Paarungsplätzen für Kreuzotter

Als wechselwarmes Tier ist die Kreuzotter auf sonnige, deckungsreiche Biotope in einer halboffenen Waldlandschaft angewiesen. Dabei bevorzugt sie Habitate mit starker Tag-Nacht-Temperaturschwankung und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch die Umstellung von der Kahlschlagwirtschaft auf eine naturnahe Waldbewirtschaftung mit Einzelstammentnahme verschwand der Mosaikcharakter vieler Lebensräume. Heute finden sich Kreuzottern nur noch punktuell in Fichtenschonungen, Schneisen, entlang von Wegböschungen und an Waldrändern. Das neue Artenschutzprogramm soll die letzten Kreuzottern fördern und erhalten.

 

Es sollen Winterquartiere und Paarungsplätze angelegt werden, die langfristig von einer Population genutzt werden. Es handelt sich entweder um große Holzstapel an sonnigen und windgeschützten Stellen im Wald oder um in die Erde eingelassene Steinwälle, in denen die Kreuzotter, aber auch andere Reptilien, Amphibien (Frösche, Kröten, Unken) und Kleintiere frostsicher überwintern können. Die neu zu schaffenden Quartiere sollen mit den bisher hergestellten Plätzen sinnvoll vernetzt werden.

 

Weitere Maßnahmen zum Schutz der letzten Kreuzottern: Vielfalt schaffen, Kleinstrukturen an Waldrändern, Lesestein- und Reisighaufen. Die Standorte werden mit der Stadt Bad Orb und der Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Orb ausgewählt. Das aktuelle Schutzkonzept soll nicht nur die Kreuzotter, sondern auch die gefährdete Schlingnatter (RL 3) sowie andere Reptilien- und Amphibienarten fördern und schließt sich nahtlos an das bereits erfolgreich umgesetzte Kreuzotterprogramm der GNA an.

 

Gemeinde/Stadt/Lage: Bad Orb

Kooperation: Stadt Bad Orb | Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Orb 

Dauer: max. 2 Jahre

Kreuzotter_Projekt_2852.pdf
PDF-Dokument [5.9 MB]

 

GNA-Projekt Nr. 4:

Feuchtgebiet Eschenkar

 

Ziele: Erhalt des Moores und Erhöhung der Artenvielfalt

Moorige Flächen, naturnahe Waldtümpel, Torfmoose und Sonnentau das Feuchtgebiet Eschenkar hat sich zu einem Kleinod im hessischen Spessart entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Kurstadt Bad Orb renaturierte die GNA in den vergangenen Jahren den seltenen Moorstandort. Zwischenzeitlich wächst das Moor durch den Anflug von Fichtensamen wieder zu, das Torfmoos wird durch Lichtmangel zurückgedrängt . Diesen Prozess gilt es aufzuhalten. Das Moor muss "entfichtet" werden, d.h. die Gehölze werden eingeschlagen und entfernt.

 

Im Zuge der Naturschutzmaßnahmen wurde auch ein Fließgewässer zurückverlegt. Nun verläuft der Lämmerbach - wie früher durch ein erlenbruchartiges Waldstück, um unterhalb in sein ursprüngliches Bett zurückzukehren. Schwellen im Gewässerbett sollen in Zukunft den Wasserabfluss drosseln, um eine Wiedervernässung des Erlenbestandes zu erreichen. Zusätzlich soll Totholz im Gewässer viele neue Strukturen schaffen. 

 

Gemeinde/Stadt/Lage: Bad Orb

Kooperation: Stadt Bad Orb

Dauer: max. 2 Jahre

 

GNA-Projekt Nr. 5:

Amphibienschutz im Haseltal

 

Ziele: Schaffung von Amphibienlebensräumen (Laichgewässer für Grasfrosch, Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kröten usw.) sowie von Lebensräumen für Libellenlarven und andere Wasserinsekten. 

 

Es sollen mehrere Tümpel mit einer Gesamtfläche von ca. 200 m³ angelegt werden. Die Tümpel sollen eine Tiefe von ca. 1 m erhalten und ca. 60 - 80m² groß werden. Die Ufer werden flach ausgezogen, damit in den Uferbereichen eine schnellere Erwärmung des Wasserkörpers erfolgt und damit die Laichentwicklung gefördert wird. Für die Umsetzung muss eine Plangenehmigung beantragt werden. 

 

Gemeinde/Stadt/Lage: Bad Orb/Haseltal

Kooperation: Stadt Bad Orb

Dauer: Das Projekt startet 2016. Das Ende ist offen.