GENAU - Umweltlotterie in Hessen

Seit 2016 gibt es sie in Hessen - eine Umweltlotterie von

Lotto Hessen zugunsten von Umwelt- und Naturschutzprojekten.

 

Von der Umweltlotterie GENAU – Gemeinsam für Natur und Umwelt –

profitiert nicht nur ein einzelner Gewinner, sondern ganze Landkreise
und viele kleine und große Natur- und Umweltprojekte.

 

GENAU fördert mit den Erlösen Projekte bei uns in der Region.

 

5.000 Euro Zusatzgewinn für die Natur – und das jede Woche!

Jede Woche fließen 5.000 Euro in ein Projekt aus dem Landkreis oder der Stadt des Gewinners.

 

Das Beste daran: Die Gewinner der Gewinnklassen 1–3 dürfen darüber entscheiden, welches Projekt in ihrer Region gefördert wird.

 

Um zahlreiche Stimmen für unsere Projekte zu gewinnen, benötigen wir interessierte und umweltbewusste Mitspieler aus dem Main-Kinzig-Kreis.

 

Online-Spielschein für die Umweltlotterie GENAU

 

Machen Sie mit und unterstützen Sie unsere spannenden Natur-
und Artenschutzprojekte im Main-Kinzig-Kreis:

 

Jeden Freitag stellt der hr in der Sendung "alle wetter!" um 19:15 Uhr die Gewinner sowie Umwelt- und Naturschutzprojekte vor.

 

 

Unter diesen GNA-Projekten können Sie wählen:

(c) GNA

NEU: Mit der Wasserforscherkiste auf Tour

 

In Kindergärten, Tagesstätten und Schulen geht man mit Kindern, ErzieherInnen und LehrerInnen der Frage nach: Was lebt in Bach und Teich? Wie kann man Bachflohkrebs, Wasserskorpion und Strudelwurm am besten beobachten und fangen?

 

Tipps und Tricks helfen den kleinen und großen "Forschern". Ist das Interesse an der faszinierenden Unterwasserwelt geweckt, müssen viele Fragen beantwortet werden: "Was schwimmt denn da? Ist ein Wasser-skorpion gefährlich? Und was macht die Fliegenlarve im Köcher?" Gemeinsam werden Wassertiere bestimmt, Tümpelaquarien gebaut oder die Strömungsverhältnisse eines Baches erfasst. 

 

Seit 2012 ist die Wasserforscherkiste bereits "auf Tour". Die Materialien wie Kescher, Lupen, Pipetten, Thermometer und Aquarien weisen teils starke Gebrauchsspuren auf und müssen ersetzt bzw. sollen im Klassensatz angeschafft werden. Durch kindgerechte Monokulare für die Altersstufen
3 bis 6 Jahren und Schülermikroskope soll das Bestimmen und Betrachten auf "Forscherniveau" ermöglicht werden. Zudem sollen Bestimmungs-hilfen, die während der Veranstaltung kostenfrei verteilt werden können, mit in die Materialsammlung aufgenommen werden.

 

Kinder und Jugendliche für den Lebensraum Wasser und seine Bewohner zu sensibilisieren getreu dem Motto:"Nur das was ich kenne, kann ich schätzen und schützen".

 

Das Projekt fördert nicht nur theoretisches und praktisches Wissen rund um den Lebensraum Wasser, sondern auch die Bereitschaft und Kompetenz, sachkundig und verantwortungsvoll mit der belebten Natur umzugehen. Damit leistet das Projekt einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung eines positiven Naturbewusstseins, das letztlich in den Schutz und Erhalt der Biodiversität münden soll.

Mit der Wasserforscherkiste auf Tour
Projekt_4132.pdf
PDF-Dokument [3.6 MB]
(c) Dr. H. Steiner

Biotopverbund Laubfrosch

 

Ziel des Artenschutzprojektes ist es, für den stark gefährdeten Laubfrosch
(RL 2) im unteren Kinzigtal ein Verbundsystem von Lebensräumen, insbe-sondere von Laichplätzen, neu zu schaffen und langfristig zu erhalten. 

 

In vielen Regionen Deutschlands ist der europäische Laubfrosch selten oder gänzlich verschwunden. Der kaum fünf Zentimeter große Frosch findet keine Laichplätze mehr, obwohl hierzulande seine Stammheimat ist.

 

Der Laubfrosch mag es warm und sonnig. Nur dort, wo Bäche und Flüsse noch über die Ufer treten und in den Senken der Feuchtwiesen bis in den Sommer hinein kleine Tümpel hinterlassen, finden die seltenen Amphibien überhaupt noch geeignete Fortpflanzungsbedingungen. Ab April sucht der Laubfrosch sonnige Laichgewässer auf. In der Abenddämmerung treiben die Männchen auf der Wasseroberfläche und stimmen mit einer großen Schallblase an der Unterseite der Kehle ihren lauten Chorgesang an, um Weibchen heranzulocken. Sind nicht genug Laichhabitate in der Flussaue vorhanden oder ausgetrocknet, bricht die Population ein. Deshalb sollen bereits vorhandene Biotope von Gehölzen und Schilf freigestellt, ent-schlammt und saniert werden. Ebenso sollen dort, wo es möglich und sinnvoll erscheint, neue Laichtümpel angelegt werden.

 

Da die natürliche Dynamik der Flussauen heutzutage fast überall fehlt, ist der Laubfrosch von kontinuierlichen Schutzbemühungen und insbe-sondere von regelmäßigen Gewässerneuanlagen bzw. Gewässerüber-arbeitungen abhängig. Geplante Maßnahmen sind neben der Sanierung, Anlage und Pflege von laubfroschgerechten Biotopen auch die Vernetzung zu einem lokalen Verbund.

 

Lage: Kinzigtal (Erlensee, Rodenbach, Langenselbold, Hasselroth, Gründau, Gelnhausen, Wächtersbach)

 

Dauer: mind. 5 Jahre

 

Optimierung eines Biberbiotops in Sinntal-Oberzell

 

Ziel des Artenschutzprojektes ist, das GNAeigene Grundstück mit Biberrevier weiterzuentwickeln und durch geeignete Renaturierungs-maßnahmen eine Erhöhung der Artenvielfalt zu erreichen.

 

Der Biber ist das größte europäische Nagetier. Er ist das einzige Tier, das Burgen und Dämme baut und Wasser anstaut. Der Biber war seit dem 19. Jahrhundert in Hessen ausgerottet, bis er 1987/88 im hessischen Spessart wieder angesiedelt wurde. Die Ansiedelung von 18 Elbe-Bibern glückte sofort. Heute erlebt der Biber seine Renaissance und breitet sich immer weiter aus. 

 

2010 ist es gelungen, eine 4.000 m² große Fläche an der Schmalen Sinn im südhessischen Main-Kinzig-Kreis zu kaufen und damit langfristig zu sichern.

 

Die Fläche an der hessisch-bayerischen Grenze befindet sich heute im Eigentum der GNA, die damit die Betreuung und den langfristigen Schutz übernimmt. Die Talaue ist durchzogen vom Bachlauf der Schmalen Sinn. Den Bach begleitet ein Erlen-Auenwald und feuchter Eichen-Hainbuchen-wald. Eingestreut in das Feuchtgrünland sind immer wieder Riede und Röhrichte. Hier befindet sich ein mit mehreren Bibern besetztes Biberrevier. Das Areal ist Teil des FFH-Gebietes


Biberlebensraum Hessischer Spessart.

 

Vom Vorbesitzer wurden bereits mehrere "Wasserlöcher"angelegt, deren Uferbereiche allerdings viel zu steil und abschüssig sind, so dass sie weder von der Amphibienwelt zur Fortpflanzung noch von der Avifauna als Nahrungsplatz genutzt werden können. Die Ufer sollen flach ausgezogen werden, so dass naturnahe Tümpel entstehen, die einer Vielzahl von auentypischen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum zur Verfügung stehen. Danach soll das Grundstück durch ortsansässige Landwirte drei Monate im Jahr extensiv beweidet werden, um offen zu bleiben.

 

Lage: Sinntal-Oberzell an der hessisch-bayerischen Grenze (Schmale Sinn) auf vereinseigenem Grundstück

 

Dauer: 1 bis 2 Jahre

(c) GNA

 

Herstellung von Kreuzotterbiotopen mit frost-sicheren Überwinterungsplätzen im Bad Orber Stadtwald 

 

Ziele: Anlegen von Winterquartieren und Paarungsplätzen für Kreuzotter

 

Als wechselwarmes Tier ist die Kreuzotter auf sonnige, deckungsreiche Biotope in einer halboffenen Waldlandschaft angewiesen. Dabei be-vorzugt sie Habitate mit starker Tag-Nacht-Temperaturschwankung und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch die Umstellung von der Kahlschlagwirtschaft auf eine naturnahe Waldbewirtschaftung mit Einzelstammentnahme verschwand der Mosaikcharakter vieler Lebensräume. Heute finden sich Kreuzottern nur noch punktuell in Fichtenschonungen, Schneisen, entlang von Wegböschungen und an Waldrändern. Das Artenschutzprogramm soll die letzten Kreuzottern fördern und erhalten.

 

Es sollen Winterquartiere und Paarungsplätze angelegt werden, die langfristig von einer Population genutzt werden. Es handelt sich entweder um große Holzstapel an sonnigen und windgeschützten Stellen im Wald oder um in die Erde eingelassene Steinwälle, in denen die Kreuzotter, aber auch andere Reptilien, Amphibien (Frösche, Kröten, Unken) und Kleintiere frostsicher überwintern können. Die neu zu schaffenden Quartiere sollen mit den bisher hergestellten Plätzen sinnvoll vernetzt werden.

 

Weitere Maßnahmen zum Schutz der letzten Kreuzottern: Vielfalt schaffen, Kleinstrukturen an Waldrändern, Lesestein- und Reisighaufen. Die Stand-orte werden mit der Stadt Bad Orb und der Natur- und Vogelschutzg-ruppe Bad Orb ausgewählt. Das aktuelle Schutzkonzept soll nicht nur die Kreuzotter, sondern auch die gefährdete Schlingnatter (RL 3) sowie andere Reptilien- und Amphibienarten fördern und schließt sich nahtlos an das bereits erfolgreich umgesetzte Kreuzotterprogramm der GNA an.

 

Lage: Bad Orb

 

Kooperation: Stadt Bad Orb | Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Orb 

 

Dauer: max. 2 Jahre

Kreuzotter_Projekt_2852.pdf
PDF-Dokument [5.9 MB]
(c) GNA

Feuchtgebiet Eschenkar

 

Ziel: Erhalt des Moores und Erhöhung der Artenvielfalt

 

Moorige Flächen, naturnahe Waldtümpel, Torfmoose und Sonnentau das Feuchtgebiet Eschenkar hat sich zu einem Kleinod im hessischen Spessart entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Kurstadt Bad Orb renaturierte die GNA in den vergangenen Jahren den seltenen Moor-standort. Zwischenzeitlich wächst das Moor durch den Anflug von Fichten-samen wieder zu, das Torfmoos wird durch Lichtmangel zurückgedrängt . Diesen Prozess gilt es aufzuhalten. Das Moor muss "entfichtet" werden, d.h. die Gehölze werden eingeschlagen und entfernt.

 

Im Zuge der Naturschutzmaßnahmen wurde auch ein Fließgewässer zurückverlegt. Nun verläuft der Lämmerbach - wie früher durch ein erlen-bruchartiges Waldstück, um unterhalb in sein ursprüngliches Bett zurück-zukehren. Schwellen im Gewässerbett sollen in Zukunft den Wasserabfluss drosseln, um eine Wiedervernässung des Erlenbestandes zu erreichen. Zusätzlich soll Totholz im Gewässer viele neue Strukturen schaffen. 

 

Lage: Bad Orb

 

Kooperation: Stadt Bad Orb

 

Dauer: max. 2 Jahre

(c) GNA

Amphibienschutz im Haseltal

 

Ziele: Schaffung von Amphibienlebensräumen (Laichgewässer für Grasfrosch, Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kröten usw.) sowie von Lebensräumen für Libellenlarven und andere Wasserinsekten. 

 

Es sollen mehrere Tümpel mit einer Gesamtfläche von ca. 200 m³ angelegt werden. Die Tümpel sollen eine Tiefe von etwa. 1 m erhalten und ca. 60 - 80 m² groß werden. Die Ufer werden flach ausgezogen, damit in den Uferbereichen eine schnellere Erwärmung des Wasserkörpers erfolgt und damit die Laichentwicklung gefördert wird. Für die Umsetzung muss eine Plangenehmigung beantragt werden. 

 

Lage: Bad Orb/Haseltal

 

Kooperation: Stadt Bad Orb

 

Dauer: 1 Jahr