3. Gewinnerprojekt "Das Comeback des Eisvogels"

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Was ist zu tun? - Steilwände, die nur leicht bewachsen sind, können schon mit wenig Aufwand mittels Motorsense oder Kettensäge wieder-hergestellt werden. Uferwände, die durch Erosion Abbrüche und Vor-sprünge aufweisen, die nach Beute suchenden Waschbären oder Mardern als Aufstiegshilfen dienen, sollen mit dem Spaten und in Ausnahmefällen mit dem Bagger für den Eisvogel wieder attraktiv gestaltet werden. Dringend notwendig sind jetzt kurzfristige Maßnahmen wie das Zurück-schneiden der Vegetation oder das senkrechte Abstechen mancher Steil-wände, um schon im nächsten Frühjahr sichere Brutplätze anbieten zu können. 

 
Eisvögel sind das Symbol für naturnahe Gewässer, in deren steilen Ufer sie Brutröhren graben. Langsam fließende Bäche oder Flüsse mit reichem Fischbestand und guten Sichtverhältnissen sind ihr Lebensraum.
 
Auch wenn ab und zu ein "fliegender Edelstein" an der unteren Kinzig gesichtet wird: Unsere Kartierung vom Kanu aus im Oktober 2016 zeigt, dass nur wenige Uferwände den hohen Ansprüchen der streng nach EU-Recht geschützten Vögel genügen. Auf 22 km Flussstrecke wurden neben etlichen verwaisten Eisvogelwänden lediglich zwei aktive Brutplätze entdeckt; einer davon im Wurzelteller eines Baumes.
 
Lage: Kinzig ab Erlensee, Rodenbach, Langenselbold, Gründau, Hasselroth bis Gelnhausen / Main-Kinzig-Kreis 
 
Projektdauer: 2 bis 5 Jahre
 
Das Comeback der Eisvögel
Projekt_4132.pdf
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